Benennt die Sonnenallee um

Petition:

Benennt die Sonnenallee in Berlin Neukölln zur Shani-Louk-Allee um

Startdatum 1. November 2023

Siehe: https://www.change.org/p/benennt-die-sonnenallee-in-berlin-zur-shani-louk-allee-umm

Shani Nicole Louk war eine 22-jährige Deutsch-Israelin, die nach dem Massaker auf dem Reʿim-Musikfestival als eine der vermissten Festivalbesucher*innen in den Blickpunkt der internationalen Öffentlichkeit geriet.
Durch den Fund eines Schädelfragments und DNA-Analysen wurde festgestellt, dass Shani tot ist.
Die Hamas hat immer noch ihre sterblichen Überreste.

Die Sonnenallee ist die Straße in Berlin, in der die fadenscheinige Organisation Samidoun den Überfall auf das Festival und die vielen Zivilist*innen jeglichen Hintergrunds in Israel in aller Öffentlichkeit laut feierte und Süßigkeiten verteilte.
Es ist die Straße, auf der regelmäßige Demonstrationen wie der sog. “Nakba-Tag” gefeiert werden, bei denen stets antisemitische Parolen verbreitet werden und wo die Terrororganisation Hamas in der Bundesrepublik am stärksten durch öffentliche Unterstützung visuell vertreten ist.

Es ist an der Zeit, dasz ein deutliches Zeichen gegen solche Gräueltaten und für das Andenken an Menschen wie Shani gesetzt wird.

Wir fordern daher von den zuständigen Behörden in Berlin, die Sonnenallee im Andenken an Shani Nicole Louk umzubenennen.

Das wäre ein starkes Zeichen der Solidarität mit allen Opfern des fundamentalistischen, antisemitischen Terrorismus und würde dazu beitragen das Bewusstsein für diese wichtige Angelegenheit zu schärfen.

Bitte unterstützt diese wichtigen Initiative – macht auch mit – unterschreibt die Petition, jetzt.

ENGLISH:

Shani Nicole Louk was a 22-year-old German-Israeli who came to the attention of the international public as one of the missing festival goers after the massacre at the Re’im music festival. When a skull fragment was found, it was determined that Shani must be dead. Hamas still has her remains.

Sonnenallee is the street in Berlin where Samidoun celebrated the attack on the festival and the many civilians of all backgrounds in Israel, and handed out sweets to local residents. It is the street where regular demonstrations such as “Nakba Day” are celebrated, where the terrorist organization Hamas is most visually represented through public support. It is time that we come together as a community and take a stand against such atrocities and for the memory of people like Shani.

We therefore call on the responsible authorities in Berlin to rename Sonnenallee in memory of Shani Nicole Louk. This would be a strong sign of our solidarity with all victims of terrorism and would help raise awareness of this important issue.

Please support this important initiative – sign the petition now.

Vgl. / see: https://www.change.org/p/benennt-die-sonnenallee-in-berlin-zur-shani-louk-allee-umm?redirect=false

Für ein würdiges Gedenken und Andenken.
Setzt Zeichen.
Solidarität mit den von antisemitischer und sexualisierter und fundamentalistischer Gewalt Betroffenen.
Kein Schutz für Täter, Mörder, Vergewaltiger, nirgends.
Am Jisrael chai.

Gezeichnet: Einige Unterstützer*innen

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Hiermit dokumentieren wir:

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“Antisemitismus bekämpfen!

Am 7.Oktober ermordeten Angreifer*innen unter dem Befehl der Hamas über 1000 Zivilist*innen weil sie Jüd*innen waren oder von den Angreifer*innen dafür gehalten wurden.

Dieser brutale, menschenverachtende, antisemitische Massenmord hat nicht nur Bestürzung, sondern auch Jubel hervorgerufen.
Und zwar nicht nur in Nazikneipen, sondern auch auf der Sonnenallee feierten dutzende Leute die Morde und verhöhnten die Toten, in dem sie Süßigkeiten verteilten.

Es kann nie richtig sein, den Tod von Unschuldigen zu feiern, und wer den Mord an Unschuldigen feiert, weil diese jüdisch sind, ist eindeutig Antisemit.

Doch damit hört es leider nicht auf.
Auch einige linke Gruppen, die zwar nicht feierten, schrieben in den Folgetagen Statements, in denen sie das wahllose Ermorden zur legitimen Widerstandshandlung verklärten und/oder die Hamas zwar als konservativ, nicht aber als antisemitisch verurteilten.
Wer solche Positionen vertritt, kann nicht als Gegner*in des Antisemitismus gelten!

Teilweise wird das Morden sogar damit gerechtfertigt dass die Toten “Siedler” gewesen seien oder Wehrdienst geleistet hätten.
Der erste Punkt ist ganz einfach falsch, die angegriffenen Kibbutzim existierten teilweise sogar länger als der Staat Israel.
Der zweite Punkt ist eine unfassbare Schuldumkehr, schließlich sind unbewaffnete Leute die eventuell irgendwann einmal Wehrdienst geleistet haben, keine aktiven Soldaten.

Doch solche Rechtfertigungen zeigen, wie tief Antisemitismus, bzw. das Bedürfnis Verbrechen an jüdischen Menschen zu relativieren, in der Gesellschaft verankert ist.

Es ist und bleibt eine unserer zentralen Aufgaben als Antifaschist*innen, Antisemitismus immer und überall klar zu benennen und ihm entschlossen entgegenzutreten!

Klare Kante gegen Antisemitismus!

North East Antifa, Oktober 2023”

Quelle: NEA Berlin
Vgl. / siehe: https://antifa-nordost.org/13893/antisemitismus-bekaempfen/
Vom: 31. Oktober 2023

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Unterstützt die Mahnwachen gegen Antisemitismus in Berlin:

www.mahnwachen-gegen-antisemitismus.org

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Aufruf zur Kundgebung am / zum 9. November 2023 am Mahnmal Levetzowstraße in Berlin Moabit (Mitte):

https://9november.blackblogs.org/

“9. November 2023 – Gedenken an die Novemberpogrome 1938”

https://9november.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/1926/2023/10/9_November_2023_Plakat-1086x1536.jpg

“Kein Vergeben – kein Vergessen: Gedenken heißt Handeln!

Als antifaschistisches Bündnis rufen wir am 9. November 2023, dem 85. Jahrestag der Novemberpogrome, zu einer Gedenkkundgebung am Mahnmal Levetzowstraße mit anschließender kraftvoller, antifaschistischer Demonstration durch Moabit auf.

Der 9. November 1938 war der Höhepunkt der Novemberpogrome und das Fanal für den Massenmord an über 6 Millionen Jüdinnen*Juden.

Schrittweise hatten die Nazis bis dahin die Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung mit Berufsverboten, dem Ausschluss aus Universitäten, dem Raub jüdischen Eigentums und der Markierung von Jüdinnen*Juden und anderen Minderheiten als “rassische Feinde” der sogenannten “Volksgemeinschaft” betrieben.

Die Reichspogromnacht stellte den Übergang von der Diskriminierungs- zur Vernichtungspolitik dar.
Staatlich orchestriert und angestoßen, kam es überall in Deutschland und Österreich unter der Anführung von SA und SS zu einem hasserfüllten Ausbruch des deutschen Mobs gegen die jüdische Bevölkerung. In ihrer antisemitischen Zerstörungswut plünderten sie jüdische Geschäfte und Wohnungen, zerstörten Friedhöfe und über die Hälfte der Synagogen und Gebetshäuser; viele wurden in Brand gesteckt. Jüdinnen*Juden wurden durch die Straßen getrieben, verschleppt, inhaftiert, vergewaltigt. Über 1.300 wurden ermordet.

Am 10. November erfolgten die ersten reichsweiten, systematischen Deportationen von 30.000 Jüdinnen*Juden in die ersten Konzentrationslager.
Mit der weiteren Entrechtung und dem Verbot der Auswanderung ab 1941 wurden immer mehr Jüdinnen*Juden verhaftet. Die Menschen denen es nicht gelang zu fliehen oder sich zu verstecken, wurden weiter über die Deportationsstationen in die besetzten Ostgebiete geschickt, um sie dort in den Vernichtungslagern zu ermorden. Allein vom Güterbahnhof Moabit wurden über 32.000 Jüdinnen*Juden deportiert.
In langen Marschkolonnen wurden sie mitten am Tag durch Moabit getrieben, das rund um das Westfälische Viertel Heimat vieler Jüdinnen*Juden war, um in den am Bahnhof bereit stehenden Waggons abtransportiert zu werden.

Was bis dahin eine unheilvolle Bedrohung war, wurde Realität: Der vom antisemitischen Wahn getriebene Versuch der Vernichtung aller und jedes einzelnen Juden, jeder einzelnen Jüdin, der erst mit der Niederlage Nazideutschlands 1945 gestoppt werden konnte.

Die heutige deutsche “Erinnerungskultur”, die von Staat, Politik und Zivilgesellschaft getragen wird, war ein langer, widerstands- und widerspruchsvoller Prozess, der teils von Überlebenden und Antifaschist*innen erkämpft, von juristischen Meilensteinen wie dem Eichmann- und den Auschwitzprozessen angestoßen, aber auch durch die staatliche Institutionalisierung des Gedenkens ab den 1990er Jahren stabilisiert wurde.
Damit wurde die “Aufarbeitung der Vergangenheit” zugleich zur staatstragenden Doktrin funktionalisiert. 1945 wurde zur Stunde Null, zum ideologischen Symbol des absoluten Bruchs mit der “Volksgemeinschaft”.
Vom Fortleben nationalsozialistischer Ideologie wollten und wollen die gut gewordenen Deutschen nichts wissen.
Bis heute gilt: “Von allem nichts gewusst!” In ihren Familien gab es keine Nazis, alle waren im Nachhinein kleinere oder größere Widerständler*innen.
Die liberale Bundesrepublik ist heute “stolz” auf ihr Holocaustmahnmal, weil sie einen Schlussstrich unter die Vergangenheit gesetzt hat.

Doch neben den kontinuierlichen und unverhohlenen Angriffen auf das Gedenken an die Shoah und dessen Leugnung von Neonazis und anderen Rechten, bricht sich auch die unbewusste Schuldabwehr der Erinnerungsgemeinschaft selbst immer wieder Bahn.
Etwa wenn Liberalnationale von der “Moralkeule Auschwitz” sprechen (Martin Walser), der Antisemitismus der Linksliberalen so schwer auf ihnen lastet, dass er “gesagt werden muss” (Günter Grass), antisemitische Flugblätter in Schulranzen von heutigen Regierungsverantwortlichen als “Jugendsünde” bezeichnet werden (Hubert Aiwanger) oder in Form der Anschläge und hinterlassenen antisemitischen, rassistischen, LGBTIQ*-feindlichen Schriften in Berlin, etwa an der abgebrannten Bücherbox am Gedenkort Gleis 17 und dem Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen.
Dies zeigt sich ebenfalls häufig, wenn eine vermeintlich linke Palästinasolidarität dafür herhalten muss, die eigenen antisemitischen Aggressionen gegen den jüdischen Staat mit moralisch gutem Gewissen ausleben zu können. Dabei dient der israelische Staat nicht nur als Projektionsfläche für die “Vergangenheitsbewältigung” der deutschen Antisemit*innen, er ist auch das internationale Feindbild eines globalen Antisemitismus geworden – ganz unabhängig davon, welche Regierung in Israel an der Macht ist.

Es gilt für uns Antifaschist*innen, für die Existenz des Staates Israel, das heißt den Staat der Überlebenden der Shoah, als Zufluchtsort und notwendige Sicherheitsgarantie für Jüdinnen*Juden einzustehen und sich mit der starken israelischen Demokratiebewegung zu solidarisieren.

Antifaschistisches Gedenken heißt für uns, die Widersprüche der deutschen “Vergangenheitsbewältigung” ernst zu nehmen, jede Form des deutschen “Wirs” anzugreifen und das Fortwähren des Antisemitismus aufzuzeigen und zu bekämpfen – erst recht in Zeiten einer sich erneut verschärfenden deutschen und europäischen Politik gegen Geflüchtete, wieder aufkeimenden rassistischen Mobilisierungen und extrem rechten Wahlerfolgen.

Das Bündnis zum Gedenken an den 9. November ruft auch dieses Jahr wieder zu einer Gedenkkundgebung am Mahnmal an der ehemaligen Synagoge in der Levetzowstraße in Moabit auf. Anschließend wird eine antifaschistische Demonstration durch Moabit zum Deportationsmahnmal auf der Putlitzbrücke führen.

Unser Gedenken heißt:
– Solidarität mit allen von Antisemitismus Betroffenen und Israel als ihrem Zufluchtsort
– Keine Versöhnung mit Deutschland
– Gegen jeden Antisemitismus

Gedenkkundgebung und antifaschistischen Demonstration
9. November 2023 | 18.00 Uhr | Mahnmal Levetzowstraße | Moabit

Weitere Hintergründe, den diesjährigen Aufruf und Veranstaltungsankündigungen findet Ihr auch auf dieser Homepage.”

https://9november.blackblogs.org/